Zum Inhalt springen
fintechno AI
In Erprobung

Insira Kodex

Produkt-, Bedingungs- und Gesetzeswissen als strukturierte Hierarchie — im Dialog abfragbar, jede Antwort belegt mit der Stelle, aus der sie stammt.

Erprobt im Versicherungsvertrieb auf Basis einer kuratierten Wissensbasis zu Produkt- und Tariflogik. Referenz auf Anfrage.

Eine Frage an die Wissensbasis

Frage oben, Antwort darunter. Jede Aussage führt ihre Fundstelle mit — und weist aus, ob sie aus dem Bedingungswerk oder aus dem Gesetz stammt. Wo keine Fundstelle vorliegt, sagt das System das.

Demo — aufgezeichnete Ausgabe

Frage

Ab wann ist beim Vorsorge Musterplan ein Rückkauf möglich, und mit welchen Abschlägen?

Antwort

  1. 01

    Das falsche Land, richtig zitiert

    Allgemeine Sprachmodelle scheitern an österreichischem Versicherungsrecht nicht aus Unwissenheit — sie kennen Versicherungsrecht gut. Nur eben überwiegend deutsches. Der deutschsprachige Rechtsbestand im Netz ist zu einem Vielfachen bundesdeutsch: Kommentare, Kanzleibeiträge, Foren, Musterklauseln. Österreichisches Material ist darin die Ausnahme, und ein Modell antwortet aus der Masse. Erschwerend kollidieren die Kürzel: VersVG und VVG unterscheiden sich um drei Buchstaben und regeln dieselbe Materie in zwei Staaten, und VAG ist in Österreich wie in Deutschland die Abkürzung eines Aufsichtsgesetzes — zweier verschiedener. Fragt man nach dem Rückkauf einer Lebensversicherung, lautet die österreichische Antwort § 176 VersVG und die deutsche § 169 VVG. Beide existieren, beide tragen dieselbe Überschrift, beide sind korrekt formatiert. Genau das ist die Gefahr: Der Fehler sieht nicht aus wie ein Fehler. Er ist keine erfundene Fundstelle, sondern eine echte aus der falschen Rechtsordnung — und er tritt nicht zuverlässig auf, sondern heute und morgen nicht. Ein Hinweis im Prompt verschiebt die Wahrscheinlichkeit, er ändert nicht den Trainingsbestand. In einer Beratung, für die gehaftet wird, ist eine falsche Auskunft, die man nicht erkennt, schlechter als gar keine. Insira Kodex kennt österreichisches Recht nicht besser — es kennt nichts anderes. Es gibt keinen deutschen Bestand, auf den zurückgefallen werden könnte, weil es überhaupt keinen Rückfall gibt: Jede Aussage stammt aus einem Knoten der Wissensbasis, oder sie wird als nicht belegbar ausgewiesen.

  2. 02

    Hierarchie statt Dokumentenhalde

    Die Wissensbasis ist kein Ordner voller PDFs und auch kein Vektorindex aus gleich langen Textschnipseln. Die kleinste Einheit ist ein Knoten: eine einzelne normative Aussage mit stabiler Kennung, an ihrem Platz im Baum — Gesetz, Paragraf, Absatz, Ziffer auf der einen Seite; Produkt, Tarifgeneration, Bedingungswerk, Abschnitt, Klausel auf der anderen. Ein Knoten erbt den Geltungsbereich seiner Eltern. Genau das geht verloren, wenn man ein Dokument in Fenster zerschneidet: die Klausel bleibt lesbar, ihr Vorbehalt zwei Ebenen darüber nicht.

  3. 03

    Zeitliche Geltung ist Teil des Datenmodells

    Jeder Knoten trägt seine Geltungsdauer. Ein Vertrag wird nach dem Bedingungswerk beurteilt, das bei Abschluss galt, nicht nach dem heutigen — für eine flache Ähnlichkeitssuche sind beide Fassungen dasselbe Dokument, und sie liefert selbstbewusst die falsche. Im Kodex ist die Tarifgeneration eine Achse der Hierarchie, kein Vermerk im Dateinamen. Beziehungen zwischen Knoten sind ausgezeichnet — ersetzt, ergänzt, schränkt ein, verweist auf. Widersprüche werden dadurch aufgelöst statt nebeneinander ausgegeben.

  4. 04

    Rechtsstand wird nachgeführt

    Die Gesetzesebene umfasst die für den Versicherungsvertrieb einschlägigen Materien — VAG 2016, VersVG sowie die Vertriebspflichten aus GewO und IDD. Quelle ist die konsolidierte Fassung im Rechtsinformationssystem des Bundes; Änderungen werden automatisch übernommen. Sie überschreiben aber nichts still: betroffene Knoten werden als geändert markiert und dem Fachbereich zur Bestätigung vorgelegt. Gesetz und Bedingungswerk bleiben getrennte Ebenen, und die Gesetzesebene hat Vorrang — zwingendes Recht schlägt die Klausel.

  5. 05

    Antworten mit Beleg

    Jede Antwort führt die Stelle mit, aus der sie stammt, samt Ebene und Fassung. Wer beraten muss, kann die Aussage prüfen, bevor er sie weitergibt, und im Zweifel das Original öffnen. Das PDF verschwindet nicht — es hört nur auf, die Suchebene zu sein, und hängt als Beleg am Knoten.

  6. 06

    Begrenzt statt allwissend

    Das System antwortet aus der hinterlegten Wissensbasis und sonst nirgendwoher. Was dort nicht steht, wird als nicht belegbar gekennzeichnet statt plausibel ergänzt. Weil die Hierarchie weiß, welche Knoten es gibt, ist diese Auskunft eine Feststellung und keine Schätzung. Im regulierten Vertrieb ist genau diese Begrenzung die Voraussetzung für den Einsatz.

  7. 07

    Lokales oder Cloud-Sprachmodell

    Das Sprachmodell ist austauschbar. Der Kodex läuft gegen ein lokal betriebenes Modell auf eigener Hardware ebenso wie gegen eine Cloud-Schnittstelle. Möglich wird das durch die Struktur: weil die Suche über den Baum navigiert und einen kleinen, exakt abgegrenzten Satz von Knoten übergibt, muss das Modell formulieren und nicht wissen. Diese Aufgabe erfüllt ein kleines Modell im Haus — Bestandsdaten und Tarifwissen verlassen es dabei nicht.

  8. 08

    Pflege im Fachbereich

    Die Knoten liegen als strukturiertes Markdown in einem Versionsverwaltungssystem. Der Fachbereich pflegt sein Wissen selbst, ohne Umweg über die Entwicklung, und Änderungen sind nachvollziehbar wie Code — wer hat wann was geändert, und warum. Die Arbeit steckt in der Modellierung, nicht in der Chat-Oberfläche: ohne saubere Fachlichkeit beantwortet ein Sprachmodell Fachfragen flüssig und falsch.